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Christoph Kolumbus und das Zeitalter der Entdeckungen

1492 ist ein bedeutendes Jahr in der Geschichte Sevillas. Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus fördert die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt. Sevilla wurde damals zum Tor der Neuen Welt und entwickelte sich schnell zur bis dato am weitesten entwickelten Metropole der Epoche. 

Händler aus aller Welt sorgen für wirtschaftlichen Aufschwung

1. Monumento a Cristóbal Colón.
Jardines de Murillo

Es handelt sich dabei um einen Springbrunnen, auf dem sich auf einem Podest die Büsten von Christoph Kolumbus und dem spanischen Königspaar Isabelle und Ferdinand erheben. Der Brunnen wurde von Talavera gestaltet und von dem Bildhauer Lorenzo Coullaut Valera erbaut.

2. Edificio del Rectorado de la Universidad de Sevilla.
C/ San Fernando, 4.

Die Verwaltung der Universität von Sevilla wurde in der ehemaligen Real Fábrica de Tabacos, der damals ersten Tabakfabrik Europas untergebracht. An der Hauptfassade kann man unter Anderem verschiedene Anspielungen an die Eroberung Amerikas bewundern, darunter auch das Mahlen des Tabaks, Segelboote und Büsten von Christoph Kolumbus und Hernán Cortés. Außerdem sind 2 Indianer abgebildet, von denen einer eine Pfeife raucht.

3. Casa de la Moneda.
C/ Maese Rodrigo s/n

Die ehemalige Münzprägeanstalt Real Casa de la Moneda de Sevilla war damals ein wichtiges Gebäude, in dem das Gold und Silber geschmolzen und dann zu Münzen und Dublonen geprägt wurde, die nachher im 16. Jahrhundert, dem Zeitalter der Entdeckungen, quer über Europa verbreitet waren. 

4. Reales Alcázares (Antigua Casa de la Contratación).
Patio de Banderas, s/n

Das alte Handelshaus wurde erbaut, um den Handel und die Seerechte in Bezug auf die Neue Welt zu regeln. Das Gebäude selbst liegt innerhalb des Alcazár Real und ist auch als Cuarto de los Almirantes bekannt. Heute ist nur noch ein kleiner Teil des damaligen Gebäudekomplexes erhalten, darunter der Salón del Almirante und der Audienzsaal, der auch besichtigt werden kann. 

5. Archivo de Indias.
Avenida de la Constitución, s/n

Die Casa Lonja de Mercaderes de Sevilla wurde als Börse gegründet, um den Handel der Stadt vor den „Nicht-Bürgern“ zu schützen. Der Bau des Gebäudes für den Sitz der Börse wurde zwischen 1584 und 1598 an der Avenida neben der Kathedrale in Auftrag gegeben. Später wurde es dann als Sitz des so genannten Indienarchivs genutzt, als solches kann es heute besichigt werden. Das Archivo de Indias ist das Zentralarchiv des spanischen Staates.

Das Archivo de Indias von Sevilla wurde 1785 mit dem Ziel eingerichtet, die gesamte Dokumentation rund um die Verwaltung der spanischen Kolonien, die bis dato auf mehrere Archive in Simancas, Cádiz und Sevilla aufgeteilt war, in einem zentralen Archiv zu speichern.

6. Catedral de Sevilla.
Avenida de la Constitución, s/n

Auch in der Kathedrale kann man das eine oder andere Detail bewundern, das mit der Entdeckung Amerikas zusammenhängt.
 
Dazu gehört natürlich auch:
 
- Das Grab von Kolumbus. Christoph Kolumbus ist seit 1899 in der Kathedrale von Sevilla begraben. Vier Heralde, die für die vier Königreiche Spaniens (Kastilien, León, Aragón und Navarra) stehen, halten seinen Sarg.
 
- Kerzenhalter „los Vizarrones“. Sechs Kerzenhalter aus mexikanischem Silber, die jeweils 1,85 Meter hoch sind.
 
- Capilla Virgen de la Antigua. Die Figur der Maria hat sowohl unter den Gläubigen Spaniens als auch unter denen in Amerika eine ganz besondere Bedeutung. Deshalb gehört diese Marienkapelle auch zu den meist besuchten innerhalb der Kathedrale.

7.Biblioteca colombina.
C/Alemanes s/n

Die Kathedrale von Sevilla beherbergt in ihrem Inneren zwei wichtige Sammlungen: Die Biblioteca Colombina und die Biblioteca Capitular, die sich beide im Privatbesitz befinden.
 
Heute wartet die Biblioteca Colombina mit 3.200 Bücher und Schriftstücke auf, darunter 1.200 Inkunablen und 587 Manuskripte. Eines der außergewöhnlichen Werke ist das Libro de Profecias von Christoph Kolumbus. Die Biblioteca Capitular enthält 60.000 Bücher, Manuskripte, Karten, Partituren und Gravuren, viele davon sind eng mit der Entdeckung Amerikas verbunden.